Duftresonanz & der Eukalyptus in der Psycho-Aromapraxis

Düfte lösen bekanntlich allerlei Erinnerungen aus, sowohl positive als auch negative.
Doch habt ihr auch gewusst, dass eine negative Assoziation des Duftes die Wirkung eines Heilmittels beeinflussen kann?

Das beste Beispiel ist hier das ätherische Öl des Eukalyptus (Chemotyp globulus), dessen Duft wohl ein Jedem aus den Erkältungsbalsamen der Kindheit bekannt ist. Der Eukalyptus ist einer von der stark polarisierenden Sorte. Für manche löst er positive Erinnerungen von Wäldern, dem Gefühl des "Umsorgtseins" und der Freiheit aus. Für andere wiederum negative Erinnerungen von harten Zeiten und Schmerzen. Und während für manche Freiheit positiv bewertet wird, so fühlt sich das für andere nach "verlassen werden" bzw. Einsamkeit an. Wenn man seinen Körper während des Riechvorgangs achtsam beobachtet, dann kann man sogar wahrnehmen, ob der Energiefluss blockiert wird oder ob er frei fließen darf. Das war auch der Leitsatz von Rudolf Steiner: “Beobachte dich, wie du mit dem Duft in Resonanz gehst.“
So erklärt sich dann ganz von allein, ob ein Balsam, welcher die Atemwege lösen soll, bei einer negativen Assoziation sinnvoll ist oder nicht. Natürlich bewirkt er dennoch etwas, aber nichts was vergleichbar ist mit seiner ursprünglichen Kraft und dem vollen Potential.

Empfehlenswert wäre in so einem Fall sich schlau zu machen welche Öle dieselbe bzw. eine ähnliche Wirkung haben, und daraus das Passende auszuwählen, welches ein positives oder neutrales Gefühl auslöst. Zum Glück hat die Mutter Natur ein riesengroßes Sammelsurium an Pflanzen für uns geschaffen.


Prinzipiell gilt, wenn man eine dauerhaft starke Abneigung (das kann sich nämlich tatsächlich täglich ändern) zu einem Duft verspürt, dann steckt dahinter meist ein persönliches Thema, welches möglicherweise noch nicht gesehen werden sollte. Dies könnte beim Eukalyptus globulus nun folgendes sein ...
Ganz allgemein fördert das ätherische Öl die Konzentration, die Kritikfähigkeit und das Urteilsvermögen. Es spornt den Geist zu neuen Denkanstößen an und hat die Kraft alte Denkmuster zu lösen und Platz für neue dienlichere Muster zu schaffen, sozusagen sorgt Eukalyptus mental für Ordnung und eine Umstrukturierung.
In "Aromakunde, Band 4" wird der Eukalyptus globulus mit folgenden Themen verbunden:
- dem Bedürfnis nach universeller Verbundenheit
- dem Bedürfnis nach männlichen spirituellen Quellen
- dem Bedürfnis nach Vorbildern in Lehrer/Meistern
- dem Bedürfnis nach Partnerschaft in Lehre/Beruf
Bei einer stark negativen Reaktion wäre also ein unbefriedigtes Bedürfnis bzw. eine negatives Erlebnis dieser Themen möglich.

Quelle: Eukalyptusbild von indiamart. com

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