Das Salben & Besprechen


"Die Salben, welche die Kräfte der natürlichen und himmlischen Dinge besitzen, stehen gleichfalls in einem angemessenen Verhältnisse zu unserem Geiste und können ihn stärken, verändern oder verwandeln, und zwar bald auf diese, bald auf jene Art; auch eine Versetzung der Fähigkeiten, die ihm innewohnen, vermögen sie herbeizuführen, so dass er nicht allein auf seinen Körper, sondern auch auf den seines Nächsten wirken und demselben durch die Gesichtsstrahlen, durch Bezauberung, sowie durch Berührung eine ähnliche Eigenschaft mitteilen kann."


Dieser kleine Textauszug aus dem ersten Werk "De occulta Philosophia" vom Universalgelehrtern Agrippa von Nettesheim, erklärt sehr schön wie Salben aus natürlichen Substanzen (z.B. mit ätherischen Ölen) auf uns wirken. Ein Buch aus dem 16. Jhdt. welches so viel antikes Wissen enthält, ich liebe solche Bücher.
Düfte, welche die Kräfte der natürlichen Dinge besitzen, und somit ganzheitlich (Körper, Geist und Seele) auf uns wirken, sind nur jene welche zu 100% naturrein sind. Sprich, sie enthalten alle biochemischen Inhaltsstoffe der Pflanze, in reinster Form, denn diese biochemischen Inhaltsstoffe sind es, welche auf unser eigenes biochemisches System andocken können. Bei synthetischen Düften wirkt dieser Effekt leider nur oberflächlich und dockt nicht in der Tiefe an, weshalb sie für therapeutische Zwecke nicht geeignet sind.
Was man noch rauslesen kann ist das kosmische Prinzip der Anziehung, Gleiches zieht Gleiches an. So hilft einem bekanntlicherweisen am Besten das, was einem sympatisch ist. Und salbt man sich damit, so verstärkt dies die eigenen Fähigkeiten bzw. holt noch mehr davon raus und strahlt in dies in die Umgebung aus.
Daselbe Prinzip gilt natürlich auch, wenn man ätherische Öle im Raum vernebelt bzw. auch mittels Räucherwerk.



Eine weitere Technik, die man dem bewussten Salben integrieren kann, ist das Besprechen.

Das Besprechen und Gesundbeten war früher auch in unserer Gegend eine ganz normale Handlung bei Verletzungen und Krankheiten. Neben den pflanzlichen Salben als Medizin für den Körper, nutzte man also für die Seelenheilung noch zusätzlich die Kraft der Worte. Man hatte keine Zweifel daran, der Glaube an die Macht der Worte war sehr stark und unvoreingenommen, weshalb sie sich direkt ins Unterbewusstsein verankern konnten. Und dass unser Unterbewusstsein unser Leben bestimmt, ist ja inzwischen sogar wissenschaftlich nachgewiesen.
Der beste Beweis, dass es tatsächlich funktioniert sind unsere Kinder. Denn auch das Pusten bei kleinen Verletzungen und das Handauflegen sind solch alte simple Heilmethoden. Und plötzlich sind die Schmerzen nur mehr halb so schlimm, die Seele hat Heilung erfahren und die Selbstheilungskräfte des Körpers laufen wieder auf Hochtouren.


Darum will ich euch die "Merseburger Zaubersprüche" vorstellen (das obere Bild zeigt ein Original aus dem Merseburger Dom).
Noch nie gehört? Das sind althochdeutsche Texte aus dem 9. Jhdt. aus noch heidnisch-germanischer Zeit, entdeckt im Jahr 1841 von Historikern in Merseburg. Diese Texte wurden übersetzt als zwei Zauberformeln mit Figuren aus der germanischen Mythologie darin.
Der erste Zauberspruch handelt von einem Lösezauber der Kriegsgefangenen durch die Disen (oder auch Nornen).
Der Zweite ist ein Heilungszauber, es handelt um ein Pferd welches sich am Bein verletzt hat, und Frauen kommen um es zu besprechen und dadurch zu heilen.
Auf Wikipedia kann man übrigens die ganzen Sprüche lesen, total spannend, so kann man in uralte Zeiten unserer Ahnen eintauchen und viel Wissenswertes mitnehmen.
 

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Mehr über Pflanzenöle & die Zellkommunikation: klick
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Bezüglich der Qualität der ätherischen Öle verweise ich euch auf diese beiden Links meiner Kolleginnen:
- Das Verwirrspiel
- Im Dschungel der Paragraphen

Bitte prüft immer genau die Etiketten der Flaschen, schlagt selbst nach in Büchern von firmenunabhängigen Autoren und entscheidet euch am Besten für regionale Firmen (Europa), welche die Nachhaltigkeit, und nicht den Profit, an erste Stelle setzen.

Quellen: Bilder aus pixabay
und www.merseburger-dom.de
Textpassagen der 'Zaubersprüche': www.wikipedia.org

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