Ätherisches Öl der Woche - R

Rosmarin



Bildquelle: www.kraeuter-und-duftpflanzen.de
Botanischer Name: Rosmarinus officinalis
Pflanzenfamilie: Lamiaceae (Lippenblütler)
Gewinnung des ätherischen Öls: Wasserdampfdestillation der Zweigspitzen
(100 kg blühendes Kraut ergeben ca. 1 - 1,5 kg Öl)
Vorkommen: Marokko, Türkei, Frankreich, Spanien, Italien
Kontraindikationen: nicht für Schwangere, Kinder und Epileptiker geeignet
Duftprofil: kühl-kräuterartig-aktiv





Wesentliches:

Rosmarin ist eine der ältesten, bekanntesten und vielseitigsten Heilpflanzen. Der Name entstammt dem Lateinischen 'ros marinus' = 'Tau des Meeres', denn die Italiener glaubten dass sein würziger Duft durch den Tau des Meeres kommt. In der Antike galt diese Pflanze als heilig, und man nahm reinigende und rituelle Räucherungen damit vor. Er wurde der Göttin Aphrodite geweiht und wurde sowohl als Liebeskraut, als auch zum Schutz vor Negativem verwendet. Auch unter alten Heilkundlern wie Paracelsus oder Hildegard von Bingen war der Rosmarin hoch geschätzt. Heutzutage ist er vor allem als Würzmittel in der Küche bekannt.
Es gibt 3 verschiedene Chemotypen von Rosmarin, die sich aufgrund ihrer geografischen Herkunft etwas in den Inhaltsstoffen unterscheiden. Der Typ 'Borneon' hat die stärkste Wirkung, da er kampferartig ist, er stammt meist aus Spanien. Der Typ 'Cineol' kommt vor allem in Nordafrika und der Türkei vor. Und der 'Verbenon' ist der mildeste Chemotyp, er wächst gerne in Korsika und Sardinien. Die Hauptanwendegebiete decken allerdings alle Drei ab.


Anwendung körperlich und psychisch:

Aus körperlicher Sicht hat Rosmarin eine sehr aktive, vitalisierende und belebende Kraft. Er eignet sich bestens bei niedrigem Blutdruck, um den Kreislauf anzuregen. Sehr gut geeignet ist er auch um den Abbau von Lymphstauungen und Ödemen anzuregen bei täglicher Einreibung damit. Auch die Nerven und das Gehirn lieben seine belebende Wirkung. Gefragt ist sein Einsatz auch in der Haarpflege, aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung hilft Rosmarin den Haarwuchs zu fördern.
Als Küchenkraut verwendet ist er ein optimales Leber- und Gallentonikum.
Logischerweise aktiviert der Rosmarin auch auf psychischer Ebene. Er unterstützt bei Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Erschöpfung und auch bei Kopfschmerzen und Migräne.


Anwendung aus spiritueller Sichtweise:

Der Rosmarin aktiviert die sogenannten Ich-Kräfte, denn er stärkt die Willens- und Durchsetzungskraft und stärkt das Selbstbewusstsein. Er hat den Ruf negatives zu Bannen, dadurch kann man sich zielgerichtet, voller Energie auf Höchstleistungen fokusieren. Er lässt dich über dich Selbst hinauswachsen.
Spricht dich der Rosmarin enorm an oder stoßt er dich ab, dann solltest du in dich gehen, denn er will dir folgendes mitteilen: Kann ich meine Stärken selbstbewusst und -sicher präsentieren, und das voller Tatenkraft?

Affirmation: „Ich fühle mich frisch wie ein junger Morgen und gehe voller Tatendrang in den Tag.



Rezepte



für den Raumdiffuser (3-4 Tropfen der Mischung in den Diffuser geben):


Gedankenfokus“ (von Barbara Krähmer)
5 Tr. Rosmarin
2 Tr. Lemongrass
2 Tr. Verbena


Salben und Öle:


Massageöl bei Muskelkater (von Susanne Fischer-Rizzi)
- 100 ml Mandelöl
- 5 Tr. Rosmarin
- 10 Tr. Wacholder
- 10 Tr. Majoran
- 5 Tr. Zitrone

Massageöl bei rheumatischen Gelenksproblemen (von Ingrid Kleindienst-John)
- 30 ml Johanniskrautöl
- 3 Tr. Lorbeeröl
- 2 Tr. Wintergrün
- 1 Tr. Rosmarin
Diese Mischung bei hohem Blutdruck auf keinen Fall täglich anwenden!

'Strong Woman wake up', beckenkraftstärkender Balsam (von Heide Fischer)
- 50 ml Mazerat (aus gleichen Teilen von Rosmarin, Majoran und Beifuß)
- 5 g Bienenwachs
- 10 Tr. Rosmarin
Das Bienenwachs im Mazerat langsam schmelzen und vorm Erkalten das ätherische Öl dazufügen.
Dieser Balsam wird am Besten bewusst mit der Intention der Beckenkräftigung auf den Bereich des Sakral-Chakra aufgetragen (zwischen Bauchnabel und Schambereich). Alternativ kann man ihn auch an den Fußsohlen auftragen, bevorzugt im Mittel- bis Fersenbereich.


Naturkosmetik:


Duschgel für 'Morgenmuffel'
- 100 ml Shampoobasis
- 5 Tr. Lemongrass
- 2 Tr. Pfefferminze
- 4 Tr. Rosmarin
- 3 Tr. Blutorange

Rosmarin-Haarwasser
- 10 ml Wodka
- 10 Tr. Rosmarin
- 3 Tr. Lavendel fein
- 2 Tr. Manuka
- 5 Tr. Bergamotte
miteinander mischen und in eine 100 ml Sprühflasche füllen
- 90 ml Rosmarin-Hydrolat
dazu geben und gut schütteln.
Täglich morgens die Kopfhaut damit besprühen.





(c) Julia Ramsauer

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

copyright © . all rights reserved. designed by Color and Code

grid layout coding by helpblogger.com