Ätherisches Öl der Woche - Z

Zimt


Bildquelle: www.lebensbaum.com
Botanischer Name: Cinnamomum ceylanicum
Pflanzenfamilie: Lorbeergewächse
Gewinnung des ätherischen Öls:
Zimtrinde – Wasserdampfdestillation der Rinde (200 kg Rinde ergibt 1 l Öl)
Zimtblätter – Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige (60 kg Blättern ergibt 1 L Öl)
Vorkommen: Sri Lanka, und in tropischen Gebieten wie den Seychellen
Kontraindikationen: nicht in der Schwangerschaft verwenden, für Kinder nur als Raumduft (ab 6 Monaten)
Duftprofil: süß-würzig-warm



Wesentliches:

Aus dem Zimtbaum lassen sich zwei unterschiedliche Öle herstellen, und zwar das Zimtrinden- und das Zimtblätteröl. Das Zimtblätteröl ist milder und riecht eher nach Gewürznelke. Für Anwendungen auf der Haut wird das Öl der Blätter bevorzugt, da es nicht so hautreizend ist wie das stärkere Zimtrindenöl. Das Öl aus der Rinde enthält allerdings diesen typischen Zimtgeruch und hat eine stark heilende Wirkung. Für weihnachtliche Düfte und auch in der Aromaküche verwendet man bevorzugt die Rinde.
Im Handel gibt es auch noch eine andere Zimtart zu kaufen, und zwar den Cassia aus China. Der enthält allerdings mehr Cumarin, welches in hohen Dosen leberschädigend wirken kann, deshalb ist der Ceylon zu bevorzugen. Genau aus solchen Gründen ist immer die botanische Bezeichnung auf der Flasche wichtig, dann weiß man genau was man verwendet.


Anwendung körperlich und psychisch:

Das ätherische Öl des Zimtbaumes hat eine sehr starke antibakterielle Wirkung. Es wirkt virenhemmend, stark pilztötend, desinfizierend, stärkt die Abwehrkräfte und das Immunsystem und auch den Magen. Es hat außerdem eine schmerzstillende Wirkung, fördert die Durchblutung, und wirkt dadurch sehr wärmend. Auch hat es eine aphrodisierende und aktivierende Wirkung, weshalb es auch bei Impotenz gerne angewandt wird, und bei Erschöpfungszuständen, sowie bei Kälte (körperliches Frösteln, als auch Gefühlskälte).
Da der Zimt wehenfördernd wirkt, darf er in der Schwangerschaft nicht in Pflegeprodukten und auch nicht in der Aromaküche verwendet werden.
Der Zimt ist ein optimaler wärmender und stärkender Begleiter in den kalten Jahreszeiten.


Anwendung aus spiritueller Sichtweise:

Zimt ist heiß und scharf und brennt und süßt. Es ist eine Pflanze, die die Kraft des Feuers auf eine Art und Weise in sich trägt, sodass viele Menschen sie gut annehmen können und als angenehm empfinden. Die Lust und das innere Feuer können mithilfe von Zimt wieder zu glühen und zu lodern beginnen.
Als Baum ist ein wesentlicher Punkt des Zimts auch noch die eigene Stärke und vor allem seine Wurzeln im Familiengefüge. Die Botschaft dahinter ist folgende:
Ist mein Wirken im familären Kreis ausgeglichen? Fühle ich mich verantwortlich und zugehörig zu meiner Familie?“
Botschaft der Rinde: „Bin ich mit meinem Familienstamm verbunden?“
Und der Blätter: „Fühle ich meine Familie hinter mir, während ich die Welt erkunde?“
Der Zimt kann uns in die Tiefen unserer Seele versetzen und hilft uns so Klarheit über diese Themen zu erlangen, Ungleichgewicht zu erkennen und standhaft und entschlossen zu handeln, um die eigene Balance im Gefüge wieder herzustellen.

Affirmation: „Ich ruhe wohlig warm in mir Selbst“



Rezepte



für den Raumdiffuser (3-4 Tropfen der Mischung in den Diffuser geben):


Weihnachtsduft“ (von Ingrid Wollner)
2 Tr. Mandarine
3 Tr. Orange
2 Tr. Latschenkiefer
1 Tr. Zimtrinde

Kinder-Weihnacht" (von Ingrid Kleindienst-John)
1 Tr. Vanille
1 Tr. Zimtblatt
5 Tr. Orange süß

Desinfizierender Duft fürs Kinderzimmer  (von Ingrid Kleindienst-John)
1 Tr. Zimtrinde
1 Tr. Gewürznelke
5 Tr. Orange süß


Raumspray 'Kuschelbär' (von Eliane Zimmermann)
50 ml Alkohol (z.B. Wodka oder Weizenkorn)
20 Tr. Blutorange
10 Tr. Mandarine
2 Tr. Kamille römisch
1 Tr. Zimtrinde
1 Tr. Nelkenknospen
1 Tr. Cistrose
Alles gut verschütteln, einige Tage ziehen lassen und bei jedem Frösteln einige Spritzer in die Raumluft geben. 
 

Rezepte aus der Aromaküche:


Klassische Zimtsterne (von 'feeling')
Zutaten: 3 Eiweiß, 250 g Staubzucker, 1 Pkg Vanillezucker, 3 Tr. Zimtrindenöl, 300 – 390 g geriebene Mandeln

Zubereitung:
Eiweiß steif schlagen. Staubzucker mit 3 Tr. Zimtrinde emulgieren, alles sieben und unter das Eiweiß rühren. Für die Glasur 3 großzügige Esslöffel von der Schneemasse auf die Seite geben. Ca. 150 g Mandeln sowie den Vanillezucker vorsichtig unter den Schnee rühren. Von den übrig gebliebenen Mandeln so viel in den Teig kneten bis er nicht mehr klebt. Arbeitsfläche mit Staubzucker bestäuben und den Teig ½ cm dick ausrollen. Sterne ausstechen auf ein Backblech geben und mit dem Schnee gleichmäßig bestreichen. Im Rohr bei 130 – 150 Grad für 20 – 30 min. backen. Die Sterne sollten beim Herausnehmen noch auf der Unterseite weich sein.


Weihnachtlicher Apfelpunsch (von 'feeling')
Zutaten: 1 ½ Liter Apfelsaft, 1 ½ Liter Wasser, 1 Zimtstange, 1 Orange, 1-2 EL Honig, 1 Tr. Ingwer, 1 Tr. Zimtrinde

Zubereitung:
In einem Topf Apfelsaft und Wasser langsam erhitzen, die Zimtstange und geschnittene Orangenscheiben mitziehen lassen. Ätherische Öle in Honig emulgieren und dem erwärmten Saft unterrühren. Zur Dekoration kann an den Rand des Teeglases eine halbe Zitronen- oder Orangenschale gesteckt werden. 


(c) Julia Ramsauer

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